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edd-Erlebnispädagogik

Vertrauensspaziergang

In einem abwechslungsreichen Gelände wird ein möglichst langes Seil gespannt. Dabei sollen möglichst verschiedene Geländeformen (z.B. Bach, Hang, Laubwald…) von dem Seil durchquert werden. Die SpielerInnen starten nacheinander mit verbundenen Augen und gehen am Seil entlang durch die Natur. Es erhöht den Reiz des Spiels, wenn die Spaziergänger das Gelände vorher nicht sehen könne. Durch Knoten im Seil können interessante Tasterfahrungen oder Schwierigkeiten angekündigt werden. Schön ist es auch, wenn eine Kindergruppe den Seilspaziergang für die anderen vorbereitet und evtl. auch an schwierigen Stellen Hilfestellung geben.

Jurtenkreis

Für dieses Spiel brauchst Du eine Gruppe von mindestens 8 Personen (muss eine gerade Zahl von Mitspielern sein), eine ausreichend große Spielfläche im Freien oder im Raum und etwa 10-20 Minu-ten Zeit. Reihum wird im Kreis „1″, „2″, „1″, „2″ abgezählt. Die Spieler geben sich fest die Hände. Die Füße stehen nebeneinander fest auf dem Boden. Auf ein Zeichen des Spielleiters lassen sich alle „Einser“ mit geradem Körper nach vorne und alle „Zweier“ nach hinten fallen. Dadurch entsteht eine Art Zick-Zack-Linie. Beim folgenden Kommando des Spielleiters fallen alle „Einser“ nach hinten und die „Zwei-er“ nach vorne. Die Gruppe kann dann versuchen in ein dynamisches Vor und Zurück zu kommen, ohne die Füße zu bewegen.
Das Spiel erfordert eine Konzentration auf die ganze Gruppe und fördert somit ein starkes Gruppenge-fühl. Um noch mehr „Aufeinanderachten“ zu erzielen, wird kein ausdrückliches Zeichen für den Beginn der Bewegung gegeben, sondern muss gemeinsam „erspürt“ werden.
Das Spiel eignet sich auch als Gesprächseinstieg über das Miteinander in der Gruppe. z.B. Was können wir aus der Übung für unsere Gruppe erkennen? Was trägt zum guten Gelingen in der Gruppe bei?

Vertrauenssprung / -fall

Von einem Tisch aus (evtl. auch höher oder nur vom Boden mit Anlauf) soll ein Spieler vorwärts in die Arme von mindestens acht Fängern springen. Die Absprungplattform muss stabil und unverrückbar sein (Tisch an der Wand). Der Springende stellt sich vor, an ein imaginäres Trapez über den Fängern zu springen. Dabei ist der Körper lang und die Arme weit nach vorne gestreckt. Die Entfernung zur Gruppe der Fänger ist flexibel. Die Fänger stehen sich in zwei Reihen Schulter an Schulter gegenüber (Abstand der Reihen zueinander etwa 60-80 cm). Die Körper der Fänger sind dem Springer halb zugedreht, und ein Fuß steht etwa in der Mitte der Fängerlinie. Die Hände werden im „Reißverschlusssystem“ ausgestreckt. Wichtig: Keinen Druck ausüben, dass jeder springen muss. Es soll aber jeder wenigstens auf der Plattform stehen. Wer dann nicht springen will sagt z.B. den Satz „Ich habe den Mut, wieder herunterzugehen!“ und bekommt von der Gruppe genauso Applaus, wie diejenigen, die gesprungen sind.

Beim Vertrauensfall steht man mit dem Rücken zu den Fängern auf der Plattform. Hier ist es zusätzlich wichtig einen festen Ablauf zu vereinbaren. Wenn der „Fallende“ bereit ist, ruft er laut „Fertig!“ Dann prüft jemand aus der Fängergruppe, ob der Fallende auch richtig auf die Fängergruppe ausgerichtet ist. Sind die Fänger bereit, rufen sie auch „Fertig!“ Dann sagt der Fallende entweder „Ich falle!“ und lässt sich in die Arme der Fänger fallen. Oder er sagt “Ich habe den Mut, wieder zurückzugehen!“ und steigt wieder von der Plattform herunter. (Applaus!)
natürlich ist nach der Übung das Auswertungsgespräch wichtig. (Wie ging es mir mit der Übung? Wie haben wir unsere Gruppe erlebt? …)

Letzte Bearbeitung dieser Seite: 27.12.2008