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Nimm dir Zeit…

Ganz viel Zeit haben sich 26 junge Menschen vergangene Woche genommen, um sich im Rahmen der eddfreiZEIT in Miltenberg mit Fragen und Themen ihres Alltags zu befassen. Von Montag bis Gründonnerstag waren wir dazu im Haus St. Totnan untergebracht und genossen bestes Miltenberger Wedder.

„Wie verbringe ich tagtäglich meine Zeit? was macht mir Spaß? Wie bin ich generell so gepolt?“ – Fragen, mit denen wir uns am ersten Tag befassten. Im Gespräch mit anderen konnten wir neue Facedden an uns und den anderen entdecken. Spielerisch und mit ganz viel Spaß entwickelten wir uns so im Laufe des Nachmittags von lauter einzeln angereisten Kahlgründern zu einer Gruppe mit vielen geteilten Vorlieben und Interessen. Am Abend gingen wir in Gedanken unseren eigenen Lebensweg ab und brachten diesen zu Papier. Alle Lebenswege in Reihe gelegt, ergaben sie unseren großen, gemeinsamen Weg, der den Rest des Abends im Mittelpunkt unseres Tuns stand. Musikalisch mit dem extra für die eddfreiZEIT geschriebenen Song „Nimm Dir Zeit“ schlossen wir den Abend ab – die ein oder andere Werwolfrunde wurde natürlich trotzdem noch angestoßen.

Der Dienstag bot uns mit bestem Sonnenschein optimale Vorausseddzungen für eine ausgedehnte Wanderung am Morgen. So machten wir uns auf Richtung Mildenburg und dahinterliegende Hölzer, um uns im Gehen mit unserer Zeit für andere zu beschäftigen: „Mit wem teile ich meine Zeit? Ist mir diese mehr wert als die Zeit für mich allein? Habe ich überhaupt noch Zeit übrig, oder bin ich vollkommen verplant?“
Auf einer Wiese picknickten wir ausführlich, bevor wir wieder Richtung Jugendhaus aufbrachen. By the way gönnten wir uns ein Eis in der Stadt und genossen den strahlend blauen Himmel. Zurück im Jugendhaus konnten wir den restlichen Nachmittag im Rahmen eines Stationenlaufs die Themen vom Vormittag noch vertiefen. Zeit für… mich, Freunde, Liebe, Familie, Feinde, die Welt und Gott.
Am Abend ging es rasant mit Spielen daher – und wir bekamen Besuch unseres Jugendseelsorgers Thorsten Seipel, der den Spaß mit uns teilte. Und natürlich klang auch dieser Abend mit düsteren Werwölfen und unberechenbaren Hexen aus.

Neuzeit – das war das Thema unseres dritten Tages. Übergang von Kindheit zu Jugend, von Jugend zum jungen Erwachsenen… Veränderung.
In einer Traumreise begaben wir uns am Morgen auf die Reise in unser altes Kinderzimmer, zu unserem alten Ich. „Wie war ich vor 7 Jahren? Was mochte ich? Und was nicht? Und vor allem: was ist jetzt anders?“
Nach der Reise durch die eigenen Gedanken gab es in kleinen Gruppen die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen. Als Abschluss dieser morgendlichen Einheit verfasste jede/r von uns einen Brief an sein jüngeres Ich und schrieb Erkenntnisse auf, die in den letzten Jahren hilfreich waren, den eigenen Weg zu gehen.
Der Nachmittag gestaltete sich frei im Rahmen verschiedener Workshops. Von Sport und Spaß im Garten über Uhren-basteln im Gruppenraum oder Glückskeksbacken in der Küche – für jeden Geschmack wurde etwas angeboten. Bis zum Abendessen waren wir so gut beschäftigt.
Am Abend wurde es erst brenzlig, dann heiß. Zunächst hieß es: Mayday, Mayday – Flugzeugabsturz! Alle Gruppenmitglieder waren mit diversen Handicaps über das ganze Jugendhausgelände verteilt. Das Ziel: gemeinsam zurück zur Sammelstelle gelangen. Gar nicht so leicht, wenn manche armlos, beinlos oder kompledd gelähmt im hintersten Gebüsch liegen. Doch mit vereinten Kräften wurden nach und nach alle Verunglückten ins Ziel geschafft. Im Anschluss an die geglückte Reddungsaktion vertrieben uns Lagerfeuer im Garten, die altbekannten Lagerfeuerlieder und Stockbrot einige gemütliche Stunden, bis wir den Abend bei Cocktails im Irish Pub des Jugendhauses ausklangen ließen.

Unser letzter Tag verging wie im Flug. Mit einer Lebensfeier begonnen wir den Tag. Die Message? „Tu das, wozu du Lust hast, JETZT! Schiebe es nicht auf – wer weiß, wie lange du es noch tun kannst.“ So fassten wir viele Gedanken, wofür wir uns in den kommenden Tagen und Wochen endlich Zeit nehmen wollten bis hin zur Vision eines für uns erfüllten Lebens. Durch diese positiven Gedanken und Pläne gestärkt, ging es schon ans Kofferpacken und Aufräumen. Dann war auch schon „Time to say Goodbye“ und unter Wunderkerzenregen und schnulzigem Gesang verabschiedeten wir uns voneinander. Es war eine wundervolle Zeit!

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