edd - entdecke dein dekanat

Nach den Sternen greifen, die Welt umarmen, fest auf dem Boden stehen!

Ein schönes Sommerwochenende verbrachten 18 junge Menschen im Jugendhaus Gunzenbach, um 48 Stunden lang die Basics des Lebens zu entdecken. Ein Wochenende lang nach den Sternen greifen, die Welt umarmen und fest auf dem Boden stehen.

Los ging’s am Freitag ganz unaufgeregt mit einer Kreativaktion im Freien, bei der jeder seine eigene Basic-Weltkugel blau anmalen konnte und dabei drei Kontinente weiß ließ. Nach dem Abendessen, das spontan auf Picknickdecken in den Garten verlegt wurde, wurde dann so richtig elementar mit dem Urknall begonnen und alle wurden zu Gottesteilchen, die blind im Gruppenraum herumschwirrten und auf verschiedenste Weise zusammentrafen, mal summend oder mit der Spitze des Zeigefingers… Um so richtig in das Überthema des Tages, nämlich Hoffnung, einzusteigen, bildeten sich dann Kleingruppen, in denen es sich um die ganz eigenen großen und kleinen Hoffnungen ans Leben drehte. Symbolisiert durch Knospen wurden sie anschließend beim Gestalten des ersten Kontinents, vermischt mit grüner Farbe, auf die persönliche Weltkugel übertragen. Mit dem Film „Weil ich länger lebe als du“, der von drei Kinderaktivisten erzählt, die sich für eine bessere Welt und vor allem ihre Zukunft einsetzen, kam man nochmal ins Nachdenken, darüber, für was es sich so sehr lohnt zu kämpfen oder auch über die eigenen Weiten und Grenzen der Hoffnung. Am Ende des Tages stand dann das Fähnchenritual, bei dem die Hoffnungs-Entdeckung des Tages auf die große Basic-Kugel gepinnt wurde.

Der Samstag stand unter dem Thema Liebe. Man begann damit, sich auf die Suche nach Wörtern zu „Liebe“ zu machen. Dass dieses Wort ganz schön viel umfasst und die Runde wohl endlos hätte gehen können, wurde hier deutlich. Der Vormittag war dann ausgefüllt mit einem Stationenlauf, den jeder für sich nutzte, um die eigenen Lieben des Lebens zu entdecken. Da konnte ein Brief an einen guten Freund geschrieben, ein Familienstammbaum erstellt oder ein Partnerschaftshaus gestaltet werden. Auch ein Blick in den Spiegel, ein Blick zur Liebe zu sich selbst wurde gewagt und sogar zu den Feinden. Mit lautem Gebrüll konnte der ein oder andere sich von so manchem vielleicht, wenn auch nur für den Moment, befreien. Nebenbei wurde noch für den bunten Obstsalat geschnippelt und somit auch ein Liebesdienst an die ganze Gruppe getan. Auch der zweite Kontinent wurde in Rot vermischt mit Rosenblättern bemalt. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe in eine Mädchen-und eine Jungsrunde auf, um mit dem Fußspurenspiel nochmal tiefer in die Liebe, in Fragen zu Familie, Freundschaft, Partnerschaft, Feinde oder einem selbst einzutauchen. Wieder gab es dann eine Entdeckerrunde, diesmal mit roten Fähnchen. „Liebe ist vielfältig“ oder „Liebe ist überall“ waren Erkenntnisse, die hier mit den Anderen geteilt wurden. Bei einem lustigen Spieleabend inklusive Speeddating und „Liebling, ich liebe dich, schenkst du mir ein Lächeln?“ ließ die basic-Gruppe den Tag ausklingen. Wie auch schon am Abend zuvor, gesellte man sich dann nochmal mit Bettdecken und Chips ausgestattet zu ein, zwei Werwolfrunden in den Gruppenraum.

Mehr oder weniger ausgeschlafen, brach dann auch schon der Sonntag an. Ganz bewusst wurde der Glaube erst am Sonntag, als dritter Kontinent entdeckt. „Fest auf dem Boden stehen“, so kann man, finden wir, „Glauben“ auch übersetzen. Das Vertrauen in ein gutes Leben, das sich erst mit Liebe und Hoffnung richtig entfalten kann. Bei der Basic-Übung am Sonntagmorgen, wurde ganz bewusst gespürt wie es ist, fest auf dem Boden zu stehen, die Welt zu umarmen und nach den Sternen zu greifen. Es folgte eine Solozeit, bei der jeder sich für sich ein Fleckchen Erde suchen konnte, um dort eine Viertelstunde zu verbringen. Einen Moment lang dankbar sein, dass man getragen wird, überlegen was einem Halt gibt, den Glaube an ein gutes Leben ergründen, all das konnte man in der Zeit für sich tun. Danach wurde auch der letzte noch weiße Kontinent gelb-braun bemalt, vermischt mit der Erde vom eigenen Solozeit-Ort. Nach dem Vertrauenspendel und dem Zweier-Spaziergang, auf dem man seinem Partner sein Stück Erde und seine Gedanken der Solozeit vorstellte, kam man nochmal in Kleingruppen zusammen. In Kleingruppen gings dann um verschiedene Formen des „gläubig sein“, die von jedem in eine eigene Reihenfolge gebracht werden konnten. Das ganze Wochenende wurde dann abgerundet mit einer Lebensfeier, in der wir unsere Gemeinschaft, das Leben und die (neu entdeckten) Basics Glaube, Liebe und Hoffnung feierten. Eine Bibelstelle wurde geteilt und in der Agape Brot, Wurst, Käse und Traubensaft. Auch das letzte Entdecker-Fähnchen wurde gepinnt und in einer abschließenden Runde der Nachbar gesegnet.

Viel zu früh musste dann wieder an Aufräumen und Packen gedacht und beim Kugeltausch-Abschiednehmen auf ein baldiges Wiedersehen gehofft werden. Aber zunächst hat ja jetzt jeder eine kleine Basickugel im Gepäck, die erinnert an hoffnungsvolle Sternstunden, Welt-Umarmungs-Momente oder solche, in denen man fest auf dem Boden steht.

Die Bilder findet ihr hier…

Kommentar schreiben

Anti-Spam *