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„Deine Spuren werden bleiben…“

Richards Abschied (312)Das wurde deutlich bei der gestrigen Feier anlässlich der Verabschiedung von Richard Rosenberger als Jugendseelsorger im Dekanat Alzenau. Hierzu waren rund 70 Weggefährten teilweise durch halb Deutschland gefahren, um die Gelegenheit zu nutzen, Richard nochmals Danke zu sagen. 17 Jahre war Richard Jugendseelsorger im Dekanat Alzenau – verständlich, dass sich eine große, gemischte Gruppe im Garten des Jugendhauses Gunzenbach eingefunden hatte: Jugendliche, die teils erst seit kurzem die Dekanatsjugendarbeit kennen und schätzen gelernt haben, ebenso wie junge Erwachsene, die nach ihrer Zeit als Teilnehmer noch immer als Teamer die Arbeit begleitet hatten und ehemalige Kollegen. Gemeinsam feierten sie ein „Only Youth“ – eine Lebensfeier. Damit wurde das Kernstück der von Richard geprägten Jugendarbeit aufgegriffen: Begegnungen ermöglichen – Wertschätzung für jeden Einzelnen erleben – Raum schaffen, für all das was Jugendliche bewegt – Bestärkung des Vertrauens, dass das Leben gut ist und von Gottes begleitet wird.

Die Gedanken, die die Jugendlichen zum Sonntagsevangelium vom Unkraut unter dem Weizen mitteilten, zeigten die Dankbarkeit, Teil dieser Jugendarbeit zu sein – verbunden mit der Hoffnung, dass sie weiterleben wird. Die dürfte sich erfüllen, denn Richards Spuren werden bleiben – in all den vielen Herzen der Jugendlichen, die das Vertrauen, dass er ihnen entgegengebracht hat, die Ermutigungen, das Vorbild zu Aufrichtigkeit und Achtung in sich tragen und weitergeben wollen: als Teamer, als Teilnehmer oder als Unterstützer im Hintergrund. Mit dieser Hoffnung behielt der Abschied, der zweifelslos auch Anlass zu Tränen bot, seinen positiven Blick in die Zukunft mit guten Wünschen für Richards künftige Wege und dem Vertrauen darauf, dass viele ihren Teil für die Zukunft von „edd“ beitragen wollen. Dies brachte besonders gut das von Johannes Ries für Richard geschriebene Lied „Wohin dein Weg dich führt“  zum Ausdruck, das gemeinsam gesungen wurde: „Alle sieben Winde sollen dir im Rücken sein […]. Wir bleiben stets verbunden, jeder behält ein kleines Stück. Mit uns geht der Segen, von diesem Augenblick.“  Zum Anhören: http://johannesries.de/wohin/.

Die Verbundenheit aller Jugendlichen – insbesondere der Mitglieder des Dekanatsteams, das Richard zu Beginn seiner Zeit als Jugendseelsorger gegründet hatte, um Ehrenamtliche an der Entwicklung und Umsetzung aller Projekte zu beteiligen – hatte sich schon Nachmittags bei einer kleinen Wanderung gezeigt. Einige ehemalige und die derzeitigen D-Teamer hatten sich auf den Weg gemacht, um an ihre gemeinsame Wurzel „Jugendarbeit“ zu erinnern. Der Baum, Symbol für Beständigkeit, Rückgrat und Halt bot die Impulse für unterwegs. Einen „noch“ kleinen Apfelbaum – als Zeichen für all diese Gedanken, die guten Früchte und das Verwurzelt sein – schenkten die Jugendlichen schließlich ihrem Jugendseelsorger. Auch das Dekanatsteam hatte viele Erinnerungen an die wertvolle gemeinsame Zeit, in einer Schatzkiste zusammengetragen und überreichte sie verbunden mit viel Dankbarkeit und Hochachtung vor dem, was durch die von Richard so viele Jahre lang geprägte Jugendarbeit im Dekanat Alzenau gewachsen ist. Keine Events – sondern eine Jugendarbeit, die lebt von Bodenständigkeit, die mit allen Angeboten beginnend bei den Erstkommunionkindern bis hin zu den jungen Erwachsenen vielen, vielen jungen Menschen Wurzeln, Mut zur Aufrichtigkeit und Offenheit für andere und damit ein Fundament für gelingendes Leben schenkt.

Kommentare IconKommentare

  1. Christine schrieb
    am 23.07.2014 um 23:29 Uhr

    Danke für den schönen Text!

  2. Kerstin schrieb
    am 24.07.2014 um 09:04 Uhr

    Es war ein toller Nachmittag mit viel Leben in Fülle.

  3. Hanna schrieb
    am 3.08.2014 um 22:07 Uhr

    Wunderschöne Worte! Deine Spuren werden bleiben, danke!

  4. Maximilian Schultes schrieb
    am 4.09.2014 um 15:29 Uhr

    Richard,
    es war eine schöne und prägende Zeit mit dir. Das hat sich auch bei deiner Verabschiedung gezeigt. Auf deinem weiteren Weg das Beste.
    Liebe Grüße,
    Max

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