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3 Zimmer, Küche, Bad – Sommertage 2017

„Schön, dass Sie sich für dieses Anwesen entschieden haben. Lassen Sie mich Ihnen die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft einmal vorstellen…“ – so starteten in diesem Jahr 17 Jugendliche und junge Erwachsene in die Sommertage auf der Effelter Mühle. In diesem Jahr standen die Sommertage unter dem Motto Wohngemeinschaft – jeder Tag war einem Zimmer gewidmet, das es ausführlich zu erkunden galt und so die verschiedenen Lebensbereiche in den Blick nahm.

Gleich bei der Ankunft im Flur der Effelter Mühle startete eine ausführliche Mühlenbesichtigung und ein anschließendes WG-Casting, um die WG und Mitbewohner der nächsten 6 Tage kennenzulernen. Der erste Abend klang nach dem Essen und dem Abendritual dann gemütlich in einer Spielerunde aus.

Am ersten vollen Tag wurde das Badezimmer zum Streitthema zwischen Beauty-Queens und Naturburschen, denn es galt, den Schlüssel bei vielen kleinen Wettkämpfen im Freien für sich zu erobern. Dass man dabei nicht vor Dreck und Staub verschont blieb, mussten selbst die pienzigsten Bibis und Dagis hinnehmen… Als schlussendlich der Wettlauf um das Bad beendet war, durften sich alle über einen erfrischenden Sprung in den Mühlteich und eine anschließende Duschparty freuen. Sauber und zufrieden saßen abends alle zusammen in der Mühle und warten auf großes Kino – natürlich durften wir es nicht versäumen, den Film anzuschauen, der den diesjährigen Sommertagen seinen Namen gab. Nach einer anschließenden Talkrunde fielen wir dann ins Bett.

Das wohl privateste Zimmer in einer WG ist das eigene. So war der Dienstag allem gewidmet, was mit (Wohn-)Träumen und dem momentanen Alltag zu tun hat. In einem Stationenlauf konnten die eigenen vier Wände kreativ zu Papier gebracht, Kataloge durchstöbert oder über die Bedeutung des eigenen Zimmers nachgedacht werden. In einem Kaffeeklatsch am Nachmittag gab es reichlich Möglichkeit, sich bei strahlendem Sonnenschein darüber auszutauschen.

Am Mittwoch wurde es bunt – die Küche stand auf dem Programm, aber außer der Überschrift stand noch nichts! Alle gemeinsam hatten die Aufgabe den Tag zu nutzen, um gleich zwei WG-Partys für diesen Abend zu planen. Zum einen gab es eine Lebensfeierfraktion, die sich ums Programm wie auch um das Brot kümmern durfte. Zum anderen werkelten viele Untergruppen am Partyprogramm, der Deko und Snacks für einen gelungenen Abend. Damit der Tag nicht nur in Vorbereitungen untergeht, gab es mittags einen Küchentalk zum Thema bewusste Ernährung, der dank des guten Wetters an den Mühlteich verlegt werden konnte. Dann war für die Gruppen der große Moment gekommen… Der Feierabend begann. Hinter der Mühle war alles für eine wirklich schöne Lebensfeier bereitet, die mit dem Thema Heimat viele Impulse für rege Kleingruppengespräche bot. Nach der Lebensfeier gab es noch eine kurze Umziehpause, denn das Partykomitee forderte Verkleidung von jedem Partygast gemäß einer festgelegten Rolle. So trafen sich, nur knapp nach der Primetime, verschiedenste Charaktere und warteten ungeduldig auf den Einlass ins Partyparadies. Die Snacks und das ausgedachte Programm des Vormittags ließen den Abend zu einer gemütlichen Party mit guter Stimmung werden.

Der nächste Morgen begann dann mit einem Einrichtungsspiel – die Möbel für das Wohnzimmer mussten noch reingeschleppt werden. Als Tische, Stehlampen oder ganze Sofagarnituren standen wir im Hof der Mühle und wurden dabei richtig wach. Den Vormittag über gab es Kleingruppen, in denen das Thema Beziehungen jeglicher Art zum Thema gemacht wurde. Und da Beziehungen auch in unserer MühlenWG eine wesentliche Rolle einnahmen, bereitete jeder am Nachmittag drei Feedbackkarten für einen abendlichen Platz an der Sonne vor. Im erweiterten Abendritual sah man, wohin man blickte, strahlende Gesichter dank der wärmenden Worte, die in der Runde ausgesprochen wurden. Ein gemütlicher Spieleabend schloss den eher gemütlichen Tag ab.

Da man aber nicht immer nur in den eigenen vier Wänden sitzen und die Decke anstarren kann, brachen wir am Freitag aus und begaben uns auf die traditionelle Sommertagewanderung. In Zweierteams mit Rucksack und Wanderschuhen gewappnet und einem Heftchen mit Impulsen im Gepäck machten sich alle auf den Weg durchs Tal bei bestem Wetter. Viele tiefe Gespräche, ob mit oder ohne Impulskarten, fanden statt und an der Sommertagebrücke traf man sich für einen kurzen oder längeren Zwischenstopp. Zurück an der Mühle liefen die Vorbereitungen für den letzten Abend auf Hochtouren, denn natürlich musste dieser mit Grillen und Lagerfeuer nochmal gebührend gefeiert werden. Nachdem sich alle die Bäuche vollgeschlagen hatten, wurde das Abendritual ans Lagerfeuer verlegt und in einer sehr vertrauten und heimeligen Runde fielen viele Worte der Dankbarkeit, der Glückseligkeit und des Erfüllt Seins. Leider spielte Petrus nicht ganz so mit und schickte ein Unwetter, sodass der Lagerfeuerabend etwas früher als erwartet abgebrochen werden musste. In der Mühle entfachten sich aber Widerstands- und Siedlergruppen und der letzte Abend wurde nochmal gut genutzt.

Am Samstag merkten aber alle ganz schnell, dass wir wieder zurück nach Aschaffenburg mussten… Wie das so ist mit einem Auszug, mussten die gepackten Kartons schon um 12Uhr draußen stehen, also wurde das Frühstück eine Stunde nach vorn verlegt. Verschlafen und etwas melancholisch saßen alle das letzte Mal in der Speisekammer. Doch spätestens auf dem Gruppenfoto strahlten alle, freuten sich am guten Abschlusswetter und schmetterten beim Lied nochmals lauthals mit. Mit einem Koffer voller guter Erinnerungen und Erfahrungen konnten wir uns somit auf die Heimreise begeben. Die WG löste sich zwar auf, doch was uns verbindet, ist die gemeinsam verbrachte Zeit mit vielen tollen Erlebnissen.

Drei Zimmer, Küche, Bad,
hier leb ich wie ich‘s mag,
die Sonne lacht zum Fenster herein.
Drei Zimmer, Küche, Bad,
hier geht mein Leben ab,
in unsrer großen Mühlen-WG!

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