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Neue Wege für die Starkzeiten

k-2009 12 20 Stark!Klausur 018Im Dekanat Alzenau finden bereits seit fünf Jahren „Stark!-Wochenenden“ für Firmlinge statt. Mit diesen Wochenendfreizeiten unterstützt das Dekanatsteam die Pfarreien bei der Firmvorbereitung.
Darüber hinaus läuft die Firmvorbereitung in einigen Pfarreien – beispielsweise in Albstadt und Schöllkrippen – bereits seit längerem vollständig über die kirchliche Jugendarbeit. Nachdem die
Verantwortlichen für diesen Firmweg nun mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt haben, wollen sie nun Ziele, Inhalte und Methoden überprüfen. In Abstimmung mit den betroffenen Pfarreien beschloss man, mit der Firmvorbereitung ein Jahr lang zu pausieren, um an der Konzeption des „Stark!-Wegs“ zu arbeiten. „Unsere Vorbereitung kommt bei den Jugendlichen zwar gut an, trotzdem haben wir das Gefühl, dass das Konzept an der einen oder andere Stelle noch etwas holprig ist und verbessert werden könnte,“ begründete Christine Behl aus Schöllkrippen diesen Schritt.
Vergangenes Wochenende trafen sich die Verantwortlichen aus Albstadt und Schöllkrippen mit dem Dekanatsjugendseelsorger Richard Rosenberger zu einem Seminar im Jugendhaus Gunzenbach. Mit dabei waren noch weitere Jugendliche aus Schöllkrippen und Kälberau, die künftig ebenfalls in der Firmvorbereitung aktiv werden wollen. Hierbei nahm die Gruppe zunächst die bestehenden Vorbereitungskonzepte kritisch unter die Lupe und bewertete die vorhandenen Bausteine. Anschließend näherte man sich den Bedürfnissen der  13-jährigen Firmlinge aus entwicklungspsychologischer Sicht. Dabei wurde besonders deutlich, was Jugendliche in diesem Alter bewegt und womit sie sich auseinandersetzen. Zwar stecken Jugendliche gerade zu Beginn des Jugendalters in einer Phase voller herausfordernder Entwicklungsaufgaben. Veronika Pistner aus Schöllkrippen sieht darin aber kein Hindernis: „Mit unserem Firmweg wollen wir ja für die Jugendlichen da sein. Deshalb ist es erst recht sinnvoll, sie in einer schwierigen Lebensphase besonders zu begleiten.“
Weiterhin setze sich das Seminar mit der Frage nach dem Ritualcharakter der Firmung auseinander. Ebenso stand der theologische Hintergrund des Sakramentes Firmung im Blickpunkt und damit verbunden, die Erkenntnis, dass die Firmung in erster Linie ein Geschenk Gottes sei und weniger ein Sakrament der bewussten Entscheidung zum Glauben. Schnell einig war man sich, welche Konsequenz sich daraus für die Firmvorbereitung ergib: „Wenn wir die Firmung als Geschenk Gottes sehen, dann müssen wir bei den Jugendlichen lediglich eine Offenheit für dieses Geschenk und für Gott schaffen. Wenn uns das gelingt, werden die Jugendlichen noch mehr Stärkung durch die Firmung erfahren.“ so fasst Julia Benzing, Dekanatsteammitglied aus Albstadt, ihre Erkenntnisse zusammen.
Im Anschluss startete die „Fantasiephase“ des Seminars. Jeder legte sich dazu einen leicht verrückten Kopfschmuck zu, wodurch man sich gegenseitig signalisierte: Jetzt ist Zeit, innovativ zu denken! So sprudelten neue Ideen, wie man das Erkannte in die Tat umsetzen könnte. Jetzt müssen die Ideen gebündelt und ausgearbeitet werden, dass man im Herbst 2010 in einen erneuerten „Stark!-Weg“ einsteigen kann.

Kommentare IconKommentare

  1. Chris schrieb
    am 23.12.2009 um 13:53 Uhr

    Grüße an alle Stark-Denker! Ich würde mich ja sehr über Antennenbilder freuen ;-)

  2. Markus Waite, Pastoralreferent Alzenau schrieb
    am 6.01.2010 um 13:46 Uhr

    Liebe „Stark-Denker/innen“ (die Wortschöpfung von „Chris“ gefällt mir)!

    Habe gerade den Artikel über Eure Bemühungen entdeckt und ihn mit Interesse gelesen. Ich bin ja auch schon lang in der Firmvorbereitung aktiv und gehe dabei teilweise von anderen Ansätzen aus. Eure Diskussionen und Ergebnisse finde ich sehr interessant!

    Viel Erfolg mit Euren neuen Versuchen!
    Markus

  3. Richard Rosenberger schrieb
    am 13.01.2010 um 13:57 Uhr

    Hier sind endlich die Fotos!!! http://edd-im-web.de/fotos/2009/starkklausur-2009/

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