Jugendkreuzweg 2007 – Viele Stationen und 120 Kreuzungen
120 Jugendliche kamen vergangenen Freitagabend nach Kälberau zum “Ökumenischen Kreuzweg der Jugend”. Das ist in unserem Dekanat – die zahlenmäßig größte Beteiligung seit vielen Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten.
Wenn man uns als Dekanatsteam fragt, worin wir die Gründe für das stetig wachsende Interesse sehen: Jahr für Jahr lösen wir uns stärker von den traditionellen Formen des Kreuzwegs. So steht der Jugendkreuzweg im Dekanat Alzenau mittlerweile für eine lebendige Mitmachaktion. Auch dieses Mal waren die Teilnehmer von Anfang an unter dem Motto “Stationen” eingeladen, sich selber aktiv einzubringen.Sei es, indem man aus einem Blatt Papier ein Symbol für sich und sein Leben gestalten sollte, um es anschließend an einem Holzkreuz zu befestigen. Oder sei es, dass man sich angeleitet von Tanja Vetter und Frederike Höfler – in Kleingruppen und Einzelbesinnung mit Stationen seines Lebens beschäftigte.
Ein wesentliches Element war auch in diesem Jahr, dass man sich nach dem Einstieg in der Kälberauer Wallfahrtskirche auf den Weg machte. Angeregt durch das Thema hielt man am Kälberauer Bahnhof eine erste Station, um sich passende Reflexionsfragen zu stellen, die von Daniel Pfarr und Lukas Rosenberger ausgearbeitet waren: Was zwängt mich in feste Gleise? Was ist in meinem Leben eingleisig? Wo bin ich selber in meinem Denken und Handeln “eingefahren”? Schließlich bestieg die komplette Teilnehmergruppe die “Bembel” in Richtung Hanau, um schweigend bis zum Alzenauer Burgbahnhof zu fahren, was bei den normalen Fahrgästen verständlicherweise einige Irritationen auslöste. Nach dem Aussteigen machte man sich zu Fuß auf den Rückweg nach Kälberau und unterhielt sich jeweils zu zweit über die eigenen Gedanken und Erfahrungen. Schule, Lehrer und Eltern waren dann die meist genannten Stichworte bei der nächsten Station, die man an der Bahnunterführung des Fahrradweges hielt. Dort kam erneut das Kreuz ins Spiel: Jeder erhielt eine Modelleisenbahnschiene, mit der man gemeinschaftlich eine Schienenstrecke durch die Unterführung hindurch baute. Johannes Ries vom Vorbereitungsteam gab nun den Impuls, dass durch das “Kreuzen” etwas Neues möglich werde. Ganz bewusst solle man nach der Unterführung den freien Weg durch das Kahltal fortsetzen und zugleich ein Natursymbol suchen, mit dem man symbolisch sein Schienenteil “durchkreuzen” könne. Ein weiteres Mal galt es dann, sich in einem Zweiergespräch auszutauschen. Dabei sollte man ebenfalls Neues wagen, indem man auf eine Person zuging, die man noch nicht kannte.
Zwischendurch wurde immer wieder das Lied “Die Stationen meines Lebens gehe mit, Schritt für Schritt” angestimmt, das bei der Rückkunft in der Kälberauer Kirche gar nicht mehr verklingen wollte. Spätestens jetzt hatte die Alzenauer Band “Just In Us” die anfängliche Zurückhaltung der Jugendlichen beim Mitsingen aufgebrochen. In beeindruckenden Arrangements brachte sie die Gruppe immer mehr in Stimmung. Höhepunkte waren das mitreißende Schlusslied “Let the sun shine in” und das stimmungsvolle “Abendlied” als Zugabe. Zuvor fasste Dekanatsjugendseelsorger Richard Rosenberger die verschiedenen inhaltlichen Impulse des Jugendkreuzweges in einer Meditation zusammen. Ein beeindruckendes Bild ergab sich, als die Teilnehmer ihre mit Knospen und Zweigen durchkreuzten Schienen strahlenförmig um das Kreuz legten.
Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als drei Stunden vergangen waren, war am Ende kein Wort davon zu hören, dass es jemandem zu lang oder gar langweilig gewesen wäre. Ein größeres Lob können uns von Seiten des Vorbereitungsteams nicht wünschen. Seinen Ausklang fand der diesjährige Jugendkreuzweg liebevoll vorbereitet von der Kälberauer Jugendgruppe “ASH” – bei Tee und Brot im Pfarrsaal.
Natürlich gibt`s auch jede Menge Fotos vom Jugendkreuzweg.
Weitere interessante Beiträge
- Vorheriger Beitrag: "Alle Mann … ran! – DekanatsMinistrantenKickerTurnier 2007" - Nächster Beitrag: "Powered by believe"





am 23.03.2007 um 20:17 Uhr
Hallo ihr lieben,
ich komme gerade vom Ökumenischen Jugendkreuzweg der in Ansbach war, dachte mir, dass ich mir mal anschaue, was die “konkurrenz” so macht!!!
Ich sage nur: Ich freue mich schon sehr auf den Freitag, ihr seid die Besten!
Liebe Grüße
Melli
am 29.03.2007 um 17:48 Uhr
hallo, ich freue mich schon voll auf morgen abend. Bin gespannt, was uns morgen abend erwartet… Aber es wird bestimmt wieder genial…
Bis morgen…
Katharina
am 29.03.2007 um 18:08 Uhr
ich wollte mal wissen, wie lange das morgen ungefähr dauert???
am 29.03.2007 um 18:40 Uhr
Hallo Katharina,
offiziell haben wir 21.30 Uhr als Schluss (incl. Teetreff im Pfarrsaal) geplant. So richtig genau könnern wir’s natürlich nicht abschätzen.
Gruß,
Richard
am 31.03.2007 um 11:59 Uhr
Bei mir sind gerade noch viele schöne Bilder vom Jugendkreuzweg im Kopf. Es war sehr schön, so viele bekannte Gesichter zu sehen und von manchen auch ein bisschen ausführlicher zu hören, was sich gerade tut, welche Stationen anstehen, welche Wege vor oder hinter einem liegen.
Vielen Dank an das Vorbereitungsteam für eure neuen, ausgefallenen Ideen (ich sag nur “Bembel”).
Und ein großes Lob verdient natürlich auch “Just in us”!
am 31.03.2007 um 17:50 Uhr
Ich will mich nochmal bei allen bedanken, die beim Jugendkreuzweg mitgewirkt haben. Besonderen Gruß an die Leute, die mit denen ich in der Kleingruppe zusammen war, und an meine beiden 2-er-Gesprächspartner Ralf und Judith.
am 1.04.2007 um 13:15 Uhr
hallihallo,
ich fand den Jugendkreuzweg sehr interessant und kurzweilig gestaltet. Leider musste ich schon etwas früher gehen, weshalb ich den Abschluss nicht mehr mitbekommen habe. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr nich so unter Termindruck stehe.
Schönen Gruß und Schöne Ferien
Barbara