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Entdeckungen

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Ein schönes Sommerwochenende verbrachten 20 junge Menschen im Gunzenhaus, um 48 (oder um genau zu sein) 47 Stunden lang die Basics des Lebens zu entdecken. Ein Wochenende lang nach den Sternen greifen, die Welt umarmen und fest auf dem Boden stehen.

Los gings am Freitag ganz unaufgeregt mit einer Kreativaktion im Freien, bei der jeder seine eigene Basic-Weltkugel blau anmalen konnte und dabei drei Kontinente weiß ließ. Nach dem Abendessen wurde dann so richtig elementar mit dem Urknall begonnen und alle wurden zu Gottesteilchen, die blind im Gruppenraum herumschwirrten und auf verschiedenste Weise zusammentrafen, mal summend oder mit der Spitze des Zeigefingers…

Um so richtig in das Überthema des Tages, nämlich Hoffnung, einzusteigen, bildeten sich dann Kleingruppen, in denen es sich um die ganz eigenen großen und kleinen Hoffnungen ans und im Leben drehte. Symbolisiert durch Knospen wurden sie anschließend beim Gestalten des ersten Kontinents, vermischt mit grüner Farbe, auf die persönliche Weltkugel übertragen. Mit dem Film „Weil ich länger lebe als du“, der von drei Kinderaktivisten erzählt, die sich für eine bessere Welt und vor allem ihre Zukunft einsetzen, kam man nochmal ins Nachdenken, darüber, für was es sich so sehr lohnt zu kämpfen oder auch über die eigenen Weiten und Grenzen der Hoffnung. Am Ende des Tages stand dann das Fähnchenritual, bei dem die Hoffnungs-Entdeckung des Tages auf die große Basic-Kugel gepinnt wurde.

Der Samstag stand unter der Überschrift „Die Welt umarmen“-es ging um die Liebe, mit all ihren Facetten. Was Liebe eigentlich für jeden Einzelnen bedeutet, wurde zunächst beim „Letzten Wort“ in sehr gehaltvoller Form auf einem Plakat festgehalten. Der Vormittag war dann ausgefüllt mit einem Stationenlauf, den jeder für sich nutzte, um die eigenen Lieben des Lebens zu entdecken. Da konnte ein Brief an einen guten Freund geschrieben, ein Familienstammbaum erstellt oder ein Partnerschaftshaus gestaltet werden. Auch ein Blick in den Spiegel, ein Blick zur Liebe zu sich selbst wurde gewagt und sogar zu den Feinden. Mit lautem Gebrüll konnte der ein oder andere sich von so manchem vielleicht, wenn auch nur für den Moment, befreien. Nebenbei wurde noch für den bunten Obstsalat geschnippelt und somit auch ein Liebesdienst an die ganze Gruppe getan. Auch der zweite Kontinent wurde bemalt, rot und mit Rosenblättern gemischt. Genügend Zeit blieb auch noch zum Slacklinen, zum Auf-der-Wiese-Rumtollen, zum „Hols der Geier“ oder Indiaka spielen zum verrückte-Fotos.schießen oder allein zu zweit oder zu fünft in der Hängematte liegen. Nachmittags ging es dann noch bei Kuchen und Eistee in gemütliche Fußspurenspielrunden. In großer Runde konnte dann wieder jeder ein Fähnchen stellvertretend für seine Liebes-Entdeckung des Tages beschriften und den anderen mitteilen. Nach leckerer Lasagne durfte dann das Speeddating nicht fehlen, das einen lustigen Spieleabend einläutete. Nicht nur mit Worten sondern auch pantomimisch wurde hier alles gegeben, um den Traumpartner zu finden…wer das dann tatsächlich war, stellte sich beim „Kreiseln“ heraus. Bei Romeo und Julia konnten sich viele nicht mehr halten vor Lachen, es war doch zu komisch wie eine gehbehinderte Julia namens Richard quietschend durch den Raum hüpfte oder unser Hahn im Korb, Jan nach seiner Julia rief :) Zum Abschluss gabs noch einen fröhlichen Tanzkreis, der vor lauter Bewegungs-Ideen gar nicht enden wollte. Wie auch schon am Abend zuvor, gesellte man sich dann nochmal mit Bettdecken und Chips ausgestattet zu ein, zwei Werwolfrunden in den Gruppenraum.

„Fest auf dem Boden stehen“, so kann man, finden wir, „Glauben“ auch übersetzen. Das Vertrauen in ein gutes Leben, das sich erst mit Liebe und Hoffnung richtig entfalten kann. Bei der Basic-Übung am Sonntagmorgen, wurde ganz bewusst gespürt wie es ist, fest auf dem Boden zu stehen, die Welt zu umarmen und nach den Sternen zu greifen. Die Blitzlichtrunde mal anders, nämlich im Liegen, mit Blick zum Himmel und Stimmen im Ohr, war einer der vielen einzigartigen Momente des Wochenendes. Es folgte eine Solozeit, bei der jeder sich für sich ein Fleckchen Erde suchen konnte, um dort eine Viertelstunde zu verbringen. Einen Moment lang dankbar sein, dass man getragen wird,  überlegen was einem Halt gibt, den Glaube an ein gutes Leben ergründen, all das konnte man in der Zeit für sich tun. Danach wurde auch der letzte noch weiße Kontinent gelb-braun bemalt, vermischt mit der Erde vom eigenen Solozeit-Ort. Nach dem Vertrauenspendel und dem Zweier-Spaziergang, auf dem man seinem Partner sein Stück Erde und seine Gedanken der Solozeit vorstellte, kam man nochmal in Kleingruppen zusammen. Hier brachte jeder verschiedenste Weisen des „gläubig sein“ in eine Rangfolge und man tauschte sich aus, über die eigenen Prioritäten in Sachen „Wie lebe ich meinen Glauben?“. In der Lebensfeier wurde dann das Leben und seine Grundlagen Hoffnung, Glaube und Liebe  gefeiert. Das letzte Entdecker-Fähnchen zum Glauben wurde gepinnt und eine letzte wirklich philosophische Gedankenrunde gemacht. Nach dem Bibelteilen wurde noch Brot, Käse, Wurst und Traubensaft in der Agape geteilt und zum Abschluss gabs ein Segensritual mit dem Nachbar. Gemeinsam wurde dann gepackt und das Haus wieder klar Schiff gemacht und in einer letzten Runde konnte sich von jedem Einzelen mit Kugeltausch verabschiedet werden. Am Ende stand dann (fast) jeder wieder mit seiner eigenen Basic-Kugel da, die wir nach Hause mitnehmen, zur Erinnerung daran, dass das Leben gut ist und wir uns unserer Basics bewusst sind, auch wenn die Sterne ziemlich weit weg erscheinen oder man das Gefühl hat, den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Kommentare IconKommentare

  1. Richard Rosenberger schrieb
    am 15.07.2013 um 15:37 Uhr

    War das mal wieder eine prächtige Sache! So viele lebensfrohe & lebensvolle Momente. Auf meiner basic-Liste ganz oben: Sonntagskreis auf der Gunzenwiese mit Blick in den Himmel und eure Stimmen im Ohr!

  2. Hanna schrieb
    am 15.07.2013 um 16:04 Uhr

    Die 48 Stunden waren wirklich von vorne bis hinten ein Traum! Mit vielen lieben Leuten, Spaß, schönen Gesprächen und Glaube und Liebe und Hoffnung! …und schöne Fotos sind dabei rausgekommen!;)

  3. Anna schrieb
    am 15.07.2013 um 21:36 Uhr

    Ohhh,die Fotos sind sooo schön;)
    BASIC war wie alle edd-Aktionen so schön und mal eine tolle Auszeit vom Alltag…Auch wenn ich bei Werwolf ein Hauptmann(-frau) als Werwolf war:)
    @Organisitationsteam: SUPER GEMACHT!!
    @Hanna:es waren doch nur 47 Stunden!;))
    Danke an alle für das schöne Wochenende,
    hoffentlich bis bald
    Anna<333

  4. Lea R. schrieb
    am 18.07.2013 um 14:30 Uhr

    Basic war echt Super!!! Die Leute waren total nett und wir hatten jede Menge Spaß. Ich war das erste mal auf so einer Aktion und muss sagen dass ich sowas auf jeden Fall noch mal machen werde. Die Bilder sind auch klasse und ich freu mich schon darauf unseren Bilderrahmen(der übrigens total schön aussieht) zu sehen, wenn ich das nächste Mal im Gunzenhaus bin. Auch großes Kompliment an die Organisatoren allen voran Richard.
    Fazit: diese 47 Stunden waren’s echt wert!!

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