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3 Sterne Aktion bringt Sterne in Bewegung

Unsere Finanzaktion im Advent 2004 hat einige Sterne in Bewegung gebracht. Und zwar nicht nur die 1.500 verkauften Weihnachtssterne. Es gab öffentliche Anerkennung und finanzielle Unterstützung für die kirchliche Jugendarbeit vor Ort und im Dekanat. Und es gab einen 769,30 € großen Stern für die kirchliche Jugendarbeit in Mbinga/Tansania. Diese Summe haben wir dem Partnerschaftsprojekt der CAJ „Pamoja heißt Gemeinsam“ zur Verfügung gestellt. Das Geld wird nun zur Finanzierung eines Hauptamtlichen eingesetzt, der zukünftig die Bildungsarbeit des Jugendverband „UVIKAMBI“ stärken soll. Dass diese Bildungsarbeit im wahren Sinne des Wortes „lebenswichtig“ ist, erläutert Silvia Vogt, die gemeinsam mit Werner Pillich zur Zeit das Partnerschaftsprojekt vor Ort in Mbinga ankurbelt:

Der Zug der Trauergäste zieht sich über mehr als hundert Meter an der Kirche von Mbinga vorbei. Vor allem junge Leute sind dabei, auch einige unserer Freunde folgen dem Sarg. Der Mann, den sie zu Grabe tragen, war gerade 30. „Die neue Krankheit“ heißt es hinter vorgehaltener Hand.
Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara bei nicht viel mehr als 40 Jahren, verantwortlich dafür ist vor allem die tödliche Immunschwächekrankheit AIDS. Tansania ist keine Ausnahme- immer wieder läuten die Totenglocken auch in Mbinga für junge Menschen. Für die Familien und die Gesellschaft hat dies verheerende Folgen: Es ist niemand mehr da, der den Mais und die Bohnen anbaut, der sich um die Kinder kümmert, Geld für Medikamente und Schule verdient.
AIDS verbreitet sich dramatisch“, klagt der Chefarzt am Krankenhaus von Mbinga, Dr. Anthony Mashimba. „Wir sagen den Leuten immer wieder, wie sie sich schützen können, aber wir erreichen nicht alle.“ Hier im Distrikt liegt die HIV-Rate derzeit bei knapp zehn Prozent.
Grund genug für die Uvikambi, die Bemühungen um Aufklärung und Prävention tatkräftig zu unterstützen: Mit finanzieller Hilfe der CAJ der Diözese Würzburg plant die Uvikambi Seminare zu HIV und AIDS. Was sind Ursachen und Folgen der Krankheit? Wie kann man sich schützen? Wie geht man mit Kranken um? In einer Pfarrei wurden bereits Uvikambi- Mitglieder ausgebildet, die über die Immunschwächekrankheit aufklären sollen, und jetzt will die Uvikambi diözesanweit in die Offensive gehen. Seit Anfang des Jahres hat der Verband einen hauptamtlichen Sekretär: Elias Komba soll künftig für die Koordination der Seminare zuständig sein. „Und wir müssen schnell handeln“, betont der Jugendpfarrer Guido Turuka, „denn jeden Tag sterben wieder Menschen an Aids.“
Ein Knackpunkt bei der Verbreitung von AIDS ist die Armut. Auch von Freunden bekommen wir erzählt, dass Mädchen und Frauen ihnen aus Verzweiflung ihren Körper anbieten- um ein paar Shilling für Medikamente, Zucker oder Seife zu bekommen. Auch hier setzt die Uvikambi mit Hilfe der CAJ an: Eine Schneiderei- und eine Schreinereischule bieten den Jugendlichen die Möglichkeit auf Ausbildung und Zukunft, und in den Pfarreien hat die Uvikambi Projekte auf die Beine gestellt, die bescheidene Einkommen geben und der Entwicklung des Ortes zugute kommen. „Wir arbeiten daran, unsere Probleme in den Griff zu bekommen. Aber lasst uns nicht im Stich“ appelliert die Uvikambi an die CAJ.

Das D-Team will die 3-Sterne-Aktion nun jährlich durchführen, zumal die Rückmeldungen aus den Pfarreien sehr positiv waren. Also schon mal vormerken: 26./27.11.2005!

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